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Samstag, 16. Januar 2010

Hagalaz Aett

Freitag, 6. November 2009

Noch bist du da


ja




Wirf deine Angst
in die Luft
Bald
ist deine Zeit um
bald
wächst der Himmel
unter dem Gras
fallen deine Träume
ins Nirgends
Noch
duftet die Nelke
singt die Drossel
noch darfst du lieben
Worte verschenken
noch bist du da
Sei was du bist
Gib was du hast



Rose Ausländer - Im Atemhaus wohnen - eine Menschenblumenzeit. Gedichte.
Taschenbuch: 63 Seiten, Verlag: AphorismA; Auflage: 1 (Dezember 1995)
Sprache: Deutsch, ISBN-10: 3865752543, ISBN-13: 978-3865752543

Dienstag, 13. Oktober 2009

Don Quichote im Interview



Der Redakteur der Modezeitschrift "Tristesse" begab sich recht spöttisch in das Interview mit dem armen Ritter zur traurigen Gestalt. Herablassend befragte er den Greis Don Quichote: "Und nun Jahre später... mit dem Wissen, es war alles umsonst, was würden Sie anders machen?"

Erstaunt schaute den der alte, ergraute Ritter den jungen Mann an :"Alles umsonst? Aber nein.... ohne den Wind, den mein Gefährte Sancho Panza und ich mit Inbrunst entfachten, hätten die Windmühlen sich nie drehen können. Und wie hätten die Müller ohne drehende Windmühlen aus Getreide Mehl schaffen sollen? ...ohne Mehl hätte kein Brot gebacken werden können und ohne Brot... oh nein, ohne Brot wäre das Volk bitterlich verhungert. Sie sehen, wie nahrhaft es ist, für Träume zu kämpfen. Ich? Ich würde es genauso wieder machen."

Und da schwieg der arrogante Jungredakteur, dessen Träume längst unter dem schwerwiegenden Wunsche, anerkannte Karriere zu machen, begraben lagen. Und in dieses Schweigen hörte er ein leises Seufzen. Und da erkannte er, dass seine Träume noch lange nicht gestorben waren. Und so begann er, sie zu neuen Leben zu erwecken.

...zum Abend fabuliert von der beschwingten Falkin (©2009)

Montag, 12. Oktober 2009

Vom Weg abkommen



/ ...über die Freundlichkeit der tödlichen Wölfe

...es war einmal ein kleines Menschlein, das torkelte schmerztrunken durch einen dunklen, dornigen Wald. Es lief blind vor Schmerz und Angst - und so verirrte es sich tiefer und tiefer. Kaum, dass es erschöpft herniedersank, gesellten sich die Wölfe hinzu. Durch die tränenverschleierten Augen sah das Menschlein die gelben Augen eine Warnung funkeln, doch es hielt sich nur weinend die aufgerissenen, blutigen Hände vor die Augen. Und wie es so kauerte, da spürte es den Atem der Wölfe... in seinem Nacken, über seine wunden Arme... und sein Herzschlag erscholl in seinen Ohren wie ein unheilvolles Donnern. Dumpf echote die Trommel des Lebens und zerbrach sich tausendfach in dem Kopf des geschundenen und verw-irrten Menschen. Da begannen die Wölfe es anzustupsen.. erst sanft, dann fester, doch das Menschlein kauerte sich immer tiefer in sich. ..als könne es sich in sich selbst verkriechen - und verschloß seine Sinne in eine dumpfe Lethargie .. bis es von einem schrecklichen Schmerz in das Jetzt katapultiert wurde. Und wieder und wieder durchzuckte der Schmerz von tausenden Bissen das geschundene Wesen. Da rappelte es sich auf und kroch, kroch auf allen Vieren... und immer, wenn es zur Ruhe kommen wollte, drang ein erneuter Biss ins Mark. Und so wand es sich vorwärts über den Erdboden...bloß hinfort von diesen zerfleischenden Zähnen... bis es endlich still wurde - im Innen und im Außen. Ganz still. Und durch die tobende Panik drang die Erkenntnis, dass nun Ruhe herrschte... und langsam beruhigte sich das wilde Herz... und da öffnete das Menschlein seine Augen und erkannte, es lag auf einem großen, festen Weg und ganz am Ende des Weges da breitete die Sonne ihre starken, wärmenden Arme zu einem herzlichen "Willkommen" aus und lachte.

Und die Moral von der Geschicht? Nachspann: Im tiefen Wald hatte sich das Wolfsrudel zusammengefunden. "Ach, sprach ein kleiner Wolfsjunge: "Die Menschen sind schon seltsame Tiere... lassen sich oft nur über Schmerz auf ihren Weg zurückführen". Darauf antwortete ihm lachend die alte, weise Grauschnautze:"Söhnchen, wer nicht auf seine innere Stimme hören will, muss sie spüren". Und so sinnierten die Wölfe noch lange über ihren undankbaren Job, den sie zu Anbeginn von der Mondin erhalten hatten... die Menschen zu beschützen auf ihrem Weg ins Licht.

..... mal so zum Wochenanfang fabuliert.
Beschwingt: die Falkin (©2009)

Freitag, 2. Oktober 2009

Franz Kafka: Kleine Fabel

"Ach", sagte die Maus, "die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, daß ich Angst hatte, ich lief weiter und war glücklich, daß ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, daß ich schon im letzten Zimmer bin, und dort im Winkel steht die Falle, in die ich laufe." – "Du mußt nur die Laufrichtung ändern", sagte die Katze und fraß sie. Kafka Erzählungen



Donnerstag, 1. Oktober 2009

Das Leben...

".... besteht nicht aus einer Folge transzendenzloser Gegenwartszustände, deren Gefühlswerte von einem neutralen Beobachtungsstandpunkt aus sich fixieren und als solche summieren ließen. Es handelt sich vielmehr um einen kontinuierlichen Prozeß der Integration von Vergangenheit und Zukunft in einer sich immer erneuernden Gegenwart, und es ist diese Gegenwart, die über die Bedeutsamkeit von Vergangenheit und Zukunft entscheidet." Robert Spaemann -Glück und Wohlwollen



Dienstag, 29. September 2009

Es gibt andere,

... die die Ansicht vertreten, innerhalb unserer Gesellschaft seien Liebe und weltliches Leben grundsätzlich unvereinbar, so daß von der Liebe zu reden, heute nur ein Mitmachen am allgemeinen Betrug darstelle; sie glauben, daß nur ein Märtyrer oder ein Verrückter in der Welt von heute lieben könne und das daher die Diskussion der Liebe nichts als leeres Predigen sei. Dieser zwar sehr respektable Standpunkt ist aber häufig nur eine Rationalisierung des eigen Zynismus und der eigenen Unfähigkeit zur Liebe. Erich Fromm

Sonntag, 27. September 2009

Das Wahre...

... ist eine Fackel,
aber eine ungeheure;
deswegen suchen wir alle nur blinzelnd so daran vorbei zu kommen,
in Furcht sogar, uns zu verbrennen.

Goethe: Maximen und Reflexionen

Aktuelle Beiträge

Hagalaz Aett
Falkin - 16. Jan, 09:05
wunderschön!
dein Bild und das Gedicht... liebste Grüße,...
Ambrosia - 6. Nov, 17:21
Noch bist du da
Wirf deine Angst in die Luft Bald ist deine...
Falkin - 6. Nov, 08:12
Das ist ein...
Rückenschwimmer. Ein Insekt aus der Familie der...
scre - 28. Okt, 15:04
ach ja *seufz*
Wölfe lernen im Laufe ihres Lebens mit Schmerzen...
the white lake knight - 16. Okt, 15:44
Vom Weg abkommen
/ ...über die Freundlichkeit der tödlichen...
Falkin - 12. Okt, 07:04
Don Quichote im Interview
Der Redakteur der Modezeitschrift "Tristesse"...
Falkin - 13. Okt, 19:58
<wunderschöne,...
<wunderschöne, sinnige Geschichte! Danke dir! Busserle
Evale - 13. Okt, 20:06
schööööön!!!...
schööööön!!! *gänsegehäutet*...
Snowie - 12. Okt, 23:37
Franz Kafka: Kleine Fabel
"Ach", sagte die Maus, "die Welt wird enger mit jedem...
Falkin - 2. Okt, 06:23
Das Leben...
".... besteht nicht aus einer Folge transzendenzloser...
Falkin - 1. Okt, 07:07
*zurückknuddlz*...
Ambrosia - 30. Sep, 16:43
;) *knuddlz*
Falkin - 29. Sep, 06:23

Spinnsekten-Projekt

Versuch der Annäherung und Auflösung arachnophobischer Allüren:
Falkin.s Spinnrad


mood:


more tuzki!! KLICK update: 16.05.09

under my thumb: Galerie www.asatruart.de

JodHeVauHe

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