von Strohwitwen & Michelangelo
..na fast. Das Puck ist ausgeflogen...nun hab ich unser kleines Häuschen mit den vierbeinigen, haarigen Mädels ganz für mich allein. Da wir eh getrennte Wohn- und Lebensbereiche haben, macht es kaum Unterschied. Im Äußeren. Im Inneren sehr wohl. Aus unterschiedlichen Gründen ist mein kompletter Freundeskreis im Moment nicht greifbar. Absurderweise funktioniert zudem der Festnetz-Telefonanschluß nicht, der Handyakku ist leer und das Aufladegerät im Büro.... isoliert.
Aber auch nicht wirklich, denn im Moment taugt das Eremiten-Dasein und so filtere ich aus allen Bereichen meines Lebens die Essenzen... Genauer sitze ich hier auf meinem kleinen Kosmos und schüttele meine Lebensbilanz durch ein Sieb. Die Guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen. Natashenputtel in Action. Für mich sind zwischenmenschliche Beziehungen sehr wichtig. Vielleicht zu wichtig. Ein wenig ist das so, als fuße der Tempel meines Selbst auf eben jenen Säulen dieser ins Herz geschlossenen Menschen. Und wenn sich dann der eine, die andere verabschiedet... weil die Lebenszeit abgelaufen, die Psychofalle zugeschnappt, das Leben einfach gerade zu volle ist... kommt das Dach ganz schön ins Rutschen und der Tempel zum Einsturz.... So eine ruinöse Kultstätte hat natürlich was... aber sie taugt nicht zwingend als Dauerbehausung. Also winde ich mir den Turban um den Kopf, steige in den Blümchenkittel, greife zu Hammer und Meißel und spiele Trümmerfrau in den Überresten meines Selbst. Ist doch erstaunlich, was so eine Woche Urlaub alles an nebenberuflichen Ressourcen freilegt.... Freundschafts-Strohwitwe, Ashenputtel, Trümmerfrau und Dombaumeisterin in spe. Resümiere: Die Wahrheit lauert in der Stille - laut.
Die Statue des Michelangelo
Eines Tages wurde Michelangelo beauftragt, eine Statue von außergewöhnlicher Schönheit zu erstellen. Er suchte daraufhin nach einem geeigneten Marmorblock. Nach langer Zeit fand er endlich in einer Seitenstraße einen fast vollkommen von Unkraut überwucherten Block, der dort vergessen worden war. Diesen Marmorblock ließ Michelangelo in sein Atelier bringen. Dann begann er damit, die Statue des David aus dem Stein zu hauen. Zwei Jahre brauchte dies. Und zwei weitere Jahre dauerte es, bis er die Statue durch Schleifen und Polieren fertig stellte.
Als die Statue feierlich enthüllt wurde, waren viele Menschen gekommen, um die unvergleichliche Schönheit des David zu bewundern. Man fragte Michelangelo, wie es ihm denn möglich gewesen war, eine so wunderschöne Statue zu erschaffen.
Der Bildhauer sprach:
"Der David war immer schon da gewesen. Ich musste lediglich den überflüssigen Marmor um ihn herum entfernen."
...tscha, was dem David sein Michelangelo, ist mir mein Leben. Mal schauen, wen es zum Vorschein bringt...

... wessen Kuss bringt Dein steinernes Herz zum Schlagen?
... wessen Odem haucht Deiner Seele Leben ein?
... stoisch und stolz straft Deine Schönheit aller Zeiten Spuren Trug...
.... sozusagen ein Dorian Gray der Antike.... hm..
Aber auch nicht wirklich, denn im Moment taugt das Eremiten-Dasein und so filtere ich aus allen Bereichen meines Lebens die Essenzen... Genauer sitze ich hier auf meinem kleinen Kosmos und schüttele meine Lebensbilanz durch ein Sieb. Die Guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen. Natashenputtel in Action. Für mich sind zwischenmenschliche Beziehungen sehr wichtig. Vielleicht zu wichtig. Ein wenig ist das so, als fuße der Tempel meines Selbst auf eben jenen Säulen dieser ins Herz geschlossenen Menschen. Und wenn sich dann der eine, die andere verabschiedet... weil die Lebenszeit abgelaufen, die Psychofalle zugeschnappt, das Leben einfach gerade zu volle ist... kommt das Dach ganz schön ins Rutschen und der Tempel zum Einsturz.... So eine ruinöse Kultstätte hat natürlich was... aber sie taugt nicht zwingend als Dauerbehausung. Also winde ich mir den Turban um den Kopf, steige in den Blümchenkittel, greife zu Hammer und Meißel und spiele Trümmerfrau in den Überresten meines Selbst. Ist doch erstaunlich, was so eine Woche Urlaub alles an nebenberuflichen Ressourcen freilegt.... Freundschafts-Strohwitwe, Ashenputtel, Trümmerfrau und Dombaumeisterin in spe. Resümiere: Die Wahrheit lauert in der Stille - laut.
Die Statue des Michelangelo
Eines Tages wurde Michelangelo beauftragt, eine Statue von außergewöhnlicher Schönheit zu erstellen. Er suchte daraufhin nach einem geeigneten Marmorblock. Nach langer Zeit fand er endlich in einer Seitenstraße einen fast vollkommen von Unkraut überwucherten Block, der dort vergessen worden war. Diesen Marmorblock ließ Michelangelo in sein Atelier bringen. Dann begann er damit, die Statue des David aus dem Stein zu hauen. Zwei Jahre brauchte dies. Und zwei weitere Jahre dauerte es, bis er die Statue durch Schleifen und Polieren fertig stellte.
Als die Statue feierlich enthüllt wurde, waren viele Menschen gekommen, um die unvergleichliche Schönheit des David zu bewundern. Man fragte Michelangelo, wie es ihm denn möglich gewesen war, eine so wunderschöne Statue zu erschaffen.
Der Bildhauer sprach:
"Der David war immer schon da gewesen. Ich musste lediglich den überflüssigen Marmor um ihn herum entfernen."
...tscha, was dem David sein Michelangelo, ist mir mein Leben. Mal schauen, wen es zum Vorschein bringt...

... wessen Kuss bringt Dein steinernes Herz zum Schlagen?
... wessen Odem haucht Deiner Seele Leben ein?
... stoisch und stolz straft Deine Schönheit aller Zeiten Spuren Trug...
.... sozusagen ein Dorian Gray der Antike.... hm..
Zweite Erkenntnis des Tages: Wenn ein weinendes Herz lacht, hört es sich an, als habe die Seele Schluckauf. ...
Falkin - 22. Apr, 18:05

