sinn-Freies Tagebuch einer Suchwanderung

Sonntag, 13. September 2009

Tritratrullalove,

der Liebeskasperl ist wieder da.
*kläglicher Karnvevalstusch*paar vergammelte Konfetti rieseln kläglich*
...
...
...
Du
Dein Herzschlag
und ich
Unter Deinen geschlossenen Lidern
spiegelt sich die Ewigkeit
Ich verharre in dem Moment
und träume
weiter
...
...
...
wenn eine nicht gerade die Liebe wie ein Baseballschläger abrissbirniös erschlägt (... so geschehen an einem illustren Septembertage im Jahre 2005... ) ... und das finale Knock-Out verabreicht, dann kündigt sie sich schleichend an... das Kribbeln in diversen Körperregionen, wenn "er" in der Nähe ist; das Aussetzen von Hirnwindungen, was zu bizarren Verhalten führt, etc. Jener rosagewandete Folterknecht - called: Liebe - lullt das Hirn in Watte und wenn man frau, dann so komplett verdebilisiert ist, greift er sich mit brutalster Klaue das Herz, um es in blutige Fetzen zu zerreißen und gierig zu verschlingen. Und genau darauf habe ich keine Lust.

Gestern.... da stand "er" ganz nah neben mir. Ganz nahe... berührten sich unsere Unterarme und mich durchfuhr ein elektrischer Schock Voltstärke 667. In dem Moment vergaß ich zu atmen, versuchte das wild galoppierende Herz unter Kontrolle zu kriegen und fast wäre es mir gelungen, wenn ich "ihm" nicht in die Augen geschaut hätte...*Hirnstillstand* Ich atmete tief durch, straffte den gepeinigten Leib und versuchte von der Liebeskasperlin zurück zur Chefin zu morphen. Ein knappes Nicken, ein freundliches "Gut gemacht" und dann hocherhobenen Kopfes ins Büro geschritten....Erstaunlich, dass die Schrittfolge ohne Verunfallung gelang. Au weiale. Alarmstufe rot. Höchste Zeit, die Bremse zu finden *Gaspedal durchtret und mit heulendem Motor gegen Wand setz* ... ne, ernsthaft. Noch, noch geht das... Es scheint am September zu liegen. Nächstes Jahr werde ich diesen Monat streichen. *notiert*

PMS: Seit wann stehe ich auf dunkelhaarig, braunäugig und Haare auf der Brust? Ich werde unberechenbar. *noch ne Notiz kritzel:* Termin beim Psychiater vereinbaren



redundierend (auf facebook die Vollversion): das Puck meint, ich sähe aus wie Victoria Beckham für geistig Verarmte. Solche Freunde sparen einer doch die Feinde. *grins* Foto von gestern. Haare noch kürzer, noch blonder. Offensichtlich hilft Haarfarbe vor Liebeswahnsinn hormoneller Verpeilung doch nicht. Pah.


Sonntag, 26. Juli 2009

...wirre Notizen zur Entspiderung

Die Risiken und Nebenwirkungen der Spiderenergie
Untertitel: Die Falkin dreht am Spinn-Rad

Wenn man vor lauter Bäumen den Wald nimmer sieht, ist es tauglich in die Vogelperspektive zu gehen. In die triste Natashenputtel-Nummer die Guten ins Töpfchen und die Schlechten ins Kröpfchen war schlampige Automatik gelangt. Manchmal trottet man seinen Weg so vor sich hin und bemerkt garnicht, dass man vom eigentlichen Pfad abgekommen ist. Erst als mir der Schmodder bis zum Hals stand, war mir klar, ich bin im Sumpf gelandet. Das war Anfang des Jahres.

Mit dem Bild der negativen Spinnenenergie... jener für mich so stimmigen Vorstellung in dem Netz einer gierigen Spinne gelandet zu sein, dort paralysiert zu hängen derweil sich das Spinnenvieh nach Bedarf labt... konnte ich energetisch bestens arbeiten. Bin durchaus ganzheitlich vorgegangen, was meint: habe da auch schamagisch dran gearbeitet... und siehe da: erfolgreich.

Indes hatte ich wie üblich die Gebrauchsanweisung kaum und die Fußnoten garnicht gelesen...und war mir der Nebenwirkungen nicht bewußt... einfach nur, dass Schluß sein muss mit Ausbeutung, Intrige und Betrug und ich mich verändern muss, um in diesem Schema nicht so stimmig eingesponnen zu werden...- Tscha.

Gut, Parttime-Lover und Leitungskollegen bin ich los - und das ist auch gut so. Wobei ich ersteren noch immer in meinem Herzen trage... nur einfach nicht mehr bereit bin, seine Selbst-Lügen aus-(er)tragen zu sollen/ müssen/ sonstwas. Das Leben ist auf einmal so leicht... Die Kraft kommt wieder und ich kann sie nutzen für mich und nicht dazu, mich zu be-schützen. Das alleine ist wundervoll. Weniger wundervoll indes die erwähnten Fußnoten...

...wenn sich da mutmaßliche Freunde auf einmal als "Spider" entpuppen. Denn parallel zu meiner Entspiderung entschwand einer jener Menschen aus meinem Leben, den ich im Herzen trug. Ein Bruder, ein Freund... Noch schmerzt dieser Verlust und voller Unverständnis schaue ich auf den leeren Platz an meiner Herzenstafel. Nun, wir werden sehen, ob er irgendwann an die Pforte klopft... und ob es weitergehen kann unter anderen Vorzeichen. So, wie jetzt mit Snowie geschehen.

Etwas, was mich SEHR glücklich macht: die gute Snowie ist zurückgekehrt von ihrer langen Wanderschaft. Und all die schrägen Vorfälle sind geklärt, machen Sinn, waren heilsam, haben uns erst aus- und nun zueinander gebracht. Da isse wieder - die alte Seelenfreundin - nach einigen Häutungen um ein Vielfaches strahlender. Nu können wir alten Drachendamen uns wieder in die schuppigen Arme schließen. Und es sind wundervolle, liebe Menschen neu hinzukommen. Die knuffige Örnes und Engelbär Klausi, von denen ich evtl an anderer Stelle erzählen werde, und die zauberhafte, einzigartige, wundervolle Ambrosia. Ach, was freue ich mich darüber. Und s Evale sicherlich auch... ;))

Und das wiederum ist der positive Aspekt der Spinnenenergie... das Netze spinnen... ver-binden.... Herzliches Dankeschön an Esmeralda, die Gute...
So, wollte ich nur notiert haben... als Meilenstein...
und erlaube mir anzumerken:

DAS LEBEN IST SCHÖN!

Freitag, 24. Juli 2009

Neues von Entspiderwoman

Es war ein lauer Frühlingsmorgen, schwül wehte ein mildes Lüftchen. Käptän Ahab erwachte und wußte, dies würde *sein* Tag sein. Hurtig erledigte er seine Morgentoilette, warf sich in sein schnittiges Käptän Ahab-Leibchen, ondulierte sich die pfiffige Föhnwelle und eilte an die Reling seines alten Seglers. Und da sah er ihn schon... Moby... Moby lag lässig auf eine Sandbank ausgestreckt. Sein mächtiger Leib glänzte feucht in der frivol-funkelnden Frühlingssonne. "Ha!" rief Käptän Ahab, stürzte sich auf das dicke Ungeheuer, entschlossen, den finalen Kampf aufzunehmen. Moby blinzelte träge aus seinen schwerverhangenen Augen, griff sich Käptän Ahab, verschlang ihn und erleichterte sich gefällig mit einem Rülpserchen, bei dem sich das Holzbein von Käptän Ahab aus dem tranigen Schlund des mächtigen Wales katapultierte. Das Holzbein nutzte Moby nun als Zahnstocher, mit dem er sich in seinen fauligen Zähnen rumstocherte. "Ja," dachte der Wal so für sich, "es ist ein schöner Tag."


...lang genug hat.s gebraucht... die Inquisitions-AG meines Leitungskollegen war dann wohl doch zuviel ... und die Geschäftsführung tätig. Meint: Eben dieser Kollege wurde aus unserem Wohnheim entfernt und an anderer Stelle untergebracht. Da angeblich arbeitsrechtlich ein Versetzung nur in vergleichbare Position stattfinden darf, ist er nun weiterhin Leiter - allerdings ohne Befugnisse - in dem Wohnheim, in dem Vorstand und Geschäftsführung selber arbeiten. Man verspricht sich davon, ihn im Auge behalten und Schaden vor Entstehung vermeiden zu können. Da dieser Herr seine miesen Spielchen schon seit über 10 Jahren betreibt, sind die Kollegen, die ihn kennenlernten davon überzeugt, dass er auch dort seine intriganten Spielchen fortsetzen wird. Gestern hatten wir Sommerfest im zweiten Haus, indem er nun tätig ist. Als ich dort aufschlug, feierten mich die Kollegen wie eine Heldin... ;)... diese Nummer mit der Zitat:"hochgebumsten, lesbischen Putzfrau", aber auch die Inquisitions-AG hatten sich rumgesprochen und zu allgemeinem Entsetzen geführt. Hab mich gefreut über die herzliche Solidarität und Unterstützung. Und ... ja,... ich hätte ihn begrüßt, ihm die Hand auf Abstand gereicht.... und eigentlich erwartet, dass er mir erklärt, was da ans Tageslicht geriet.... Aber da habe ich eine menschliche Größe und Charakter vorausgesetzt... bin ja auch ein Naivchen. Er wendete sich angewidert ab. Und in diesem Moment habe ich den letzten Funken Achtung vor ihm verloren. Für den Rest des Nachmittages stand der fette, alte Mann in einer äußersten Ecke des Festes und betätigte die Bierzapfanlage. Ab und an sah ich seine kleinen Schweinsäugelchen hassig in meine Richtung funkeln.

...für mich war er *nicht mehr existent*. Einfach nimmer "spürbar". Ein lieber Kollege meinte zu mir, dass er nicht verstehe, wie man sich derartig charakterlich disqualifizieren kann.... und man wisse, dass ich dem versetzten Kollegen stets zur Seite gestanden und geholfen hätte, seine zahlreichen Defizite auszubügeln. Da war ich echt platt... und ich hab gedacht, ich leide da wie eine Blöde vor mich hin und kein Schwein kann das Ausmaß der Absurdität der Situation ermessen. Klar ist das alles nicht mehr gut zu machen, was er mir antat, aber ich bin froh, erleichtert und ein bisserl stolz, dass ich durchgehalten und mich nicht hab unterkriegen lassen.

...unser Team im Haus jedenfalls hat sich durch den Kollegentausch bereichert. Es herrscht bereits nach der ersten Woche eine ganz andere Atmosphäre. Auf den Fluren begegnen einem nicht mehr nur angespannt, oder verängstigt guckende, sondern lächelnde Kollegen. Lachen schallt durch die Gänge... Der Küchenchef raunte mir gestern zu, ob mir aufgefallen wäre, dass sich alle wie auf Droge bewegten. Nun, dann ist es aber eine sehr glücklich machende Droge ... diese kleine rosa Wolke, die Mit- und nicht Gegen-Einander heißt.

...und ich... kann tatsächlich nachts wieder durchschlafen. Freue mich auf.s Arbeiten. Nach der Auszahlung gibt es Frühstück.... mit frischen Brötchen... und leckerem Aufschnitt... da setzten wir uns zusammen.... so wie gestern und vorgestern schon... und planen GEMEINSAM den Tag.... wer hätte gedacht, das das Arbeiten so viel Freude bereiten kann.

Nun gut, die Geschichte von Käptän Ahab hinkt. Aber dascha dann auch kein Wunder ...
Meine Damen und Herren: die Falkin proudly presents das gelungene Finale der ENTSPIDERUNG. Ich hab.s geschafft, ich hab.s tatsächlich geschafft.... Oops... muss ich aufpassen, dass ich nicht losflenne... ;))

DAS LEBEN IST SCHÖN!!!

Einen ganz zauberhaften Freyjatag wünscht:
beschwingt und glücklich: die Falkin

Montag, 13. Juli 2009

Nelson Mandela, Antrittsrede 1994

"Unsere tiefste Angst ist es nicht,
dass wir der Sache nicht gewachsen sein könnten.
Unsere tiefste Angst ist,
dass wir unmenschlich mächtig sind.
Es ist unser Licht, das wir fürchten,
nicht unsere Dunkelheit.
Wir fragen uns, wer bin ich eigentlich,
dass ich leuchtend, hinreißend, begnadet und phantastisch sein darf?
Aber wer bist Du denn, dass Du es nicht sein darsft?
Du bist ein Kind Gottes.
Wenn Du Dich klein machst, dient das der Welt nicht.
Es hat nichts mit Erleuchtung zu tun,
wenn Du Dich begrenzt, damit Andere um Dich herum sich nicht verunsichert fühlen.
Du wurdest geboren, um die Ehre Gottes zu verwirklichen,
die in uns ist.
Sie ist nicht nur in einigen von uns,
sie ist in jedem Menschen.
Und wenn wir unser Licht erstrahlen lassen,
geben wir unbewußt auch den anderen Menschen die Erlaubnis,
dasselbe zu tun.
Wenn wir uns von unserer Angst befreit haben,
wird unsere Gegenwart ohne unser Zutun Andere befreien."


Gehört wohl definitiv zu der Rubrik:
Tradition meint nicht Asche verstreuen, sondern das Feuer weiterreichen

Asatru Art - Nelson Mandela, Anti-Apartheid
Nelson Mandela (* 18. Juli 1918 in Mvezo, Transkei, Südafrika; eigentlich Rolihlahla Dalibhunga Mandela), in Südafrika auch Madiba genannt (traditioneller Clanname), war einer der führenden Anti-Apartheid-Kämpfer Südafrikas und der erste schwarze Präsident des Landes (9. Mai 1994 - Juni 1999). Er gilt neben Martin Luther King und Malcolm X als wichtigster Vertreter im Kampf gegen die weltweite Unterdrückung der Schwarzen sowie als Wegbereiter des versöhnlichen Übergangs von der Apartheid zu einem gleichheitsorientierten, demokratischen Südafrika.

Er ist Xhosa, studierte Jura an der Witwatersrand-Universität, war Rechtsanwalt und verbrachte 27 Jahre als politischer Gefangener in Haft. Quelle und mehr unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Nelson_Mandela

Mittwoch, 8. Juli 2009

KohlRabbi oder KenGuru?

... in der Tierwelt gibt es - soviel ich grübele - kein Lebewesen, welches man mit dem Attribut "bösartig" belegen könnte. Es sei denn... es wäre von Tollwut befallen/ krank. Der Mensch indes besitzt zuweilen ein bizarres Vergnügen an bösartigen Spielchen. Lässt also den Rückschluß zu, dass es sich um kranke Viecherchens handelt.

So mein Kollege... Jener, der, bevor er in Urlaub ging letztes Jahr, seine Einheiten, die in der Zeit meiner Führung unterlagen, instruierte, mich nicht ernstzunehmen, da....ich die lesbische (aha) Gespielin der Oberchefin (soso) sei. Eine Putzfrau (huch), die sich (Zitat:) hochgebumst hat. (Zitat Ende).

Das verlangt schon gewaltige Phantasie, wie an dieser Stelle anerkennend vermerkt sein möchte.

Auch für seinen jetzigen Jahresurlaub hat er sich wieder Hübsches ersonnen. So hat er uns die Hygiene ins Haus geschickt. Wer eine Vorstellung davon hat, wie schwer es ist, ein Haus mit physisch und psychisch Kranken sauber zu halten, mag nachvollziehen können, was der Anruf der Hygiene-Lady, die tirilierte "In einer Stunde komme ich vorbei." für eine Panik auslöste. Alle Kollegen von der ABM-Kraft bis zur Leithammelin - also mir - mit Gummihandschuhen bewaffnet, polierten was das Zeugs hielt. Und erhielten ein "Summa cum laude". ... stellte sich dann raus, dass die Hygienetante schon Wochen vorher den Termin vereinbart hatte... ... Ich persönlich weiß derartige Herausforderungen, die meine Fähigkeiten unterstreichen wohlwollend zu schätzen... *knurrrrr*

Noch süßer indes ist Folgendes: Da lud er zu Inquisitions-AG zum Grillabend. Kollegen, die er bislang mit seinem dicken rektalen Ende nicht anschaute und hub hernach an zu einem Vortrag über meine Person, in dem er - bei zunehmenden Alkoholkonsum immer engagierter - unterstrich, wie unfähig, verlogen und hinterfotzig ich sei.

Nun ja. Meine Überlegung geht nun in die Richtung, ob ich mich nur geschmeichelt fühlen soll, oder gar zu Dank verpflichtet bin, denn kaum kann man sich charakterlich mehr disqualifizieren und ad absurdum führen als es der Kollege gerade so eindrucksvoll demon-striert. Die geladenen Kollegen zumindest waren bestürzt - über den blinden Hass, die Aktion an sich. (Und das sind jetzt nur die Highlights seiner Aktionen.) Die Geschäftsführung schockiert - und wenn mein lieber Kollege demnächst aus dem Urlaub kommt, gibt es durch die oberste Leitung viele hübsche Überraschungen für ihn. So ein Engagement will ja belohnt sein.

Es geht doch nichts über ein kollegiales Miteinander. Und das Coole? Naja, ich bleib einfach die, die ich bin. Ruhig, offen, sage, was ich denke und bemühe mich die zu sein, die ich bin, ... und daran zerbersten all die Lügen und Intrigen wie Rügens Kalkstein unter den tobenden Wellen der tosenden Ostsee. Gehört wohl zum Entspidern.

Sagt die eine Kobra zur anderen: "Du, hömma, sind wir eigentlich giftig?"
Die andere: "Hä? Warum?"
Die eine: "Na, ick ha mir jrad uff de Zunge jebissen."

An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass Kobragift der Kobra selber nicht schadet, aber offensichtlich ist es bei der Spinne so...und plötzlich hängt sie fett und blöde in all ihrer niederträchtigen Bösartigkeit und Giftgeifernden Seibersuppe wie gelähmt in jenem Netz, welches sie selber spann. Nun, das ist wohl die Sache mit dem "Wer anderen eine Grube gräbt,..."

Schön, dass sich das selbst auflöst..... aber es bedeutet gewaltige Anstrengung bei alledem ruhig zu bleiben. Geht aber. Am Wochenende stecke ich dann schon mal den Kopf in ein Camargue-Pferdchen und heul mich da aus. Dann geht.s wieder. Und irgendwie bin ich stolz auf mich. Kein schlechter Neu-Anfang.

Soviel aus der Filiale in W in der Nähe von B.

Unter der im Briefkopf vermerkten Telefonnummer bin ich in der Regel nicht erreichbar:

MfG - die äußerst beschwingte Falkin
PMS: Esmeralda - die dicke, fette behaarte Spinnendame - und meine Wenigkeit haben uns angefreundet. Sie will mir demnächst mehr über das Netze-Spinnen verraten. Und Angst, nein, Angst habe ich keine mehr vor ihr.

Freitag, 15. Mai 2009

Große Liebe

...durch Belleer angeregt, möchte ich meinen Großeltern hier ein besonders Plätzchen einräumen. Sie wurden beide 87, liebten einander 68 Jahre...beinahe ein Jahrhundert.... und jeden Tag - wie mein Großvater sagte - mehr. Ich ahne das Geheimnis dieser wundervollen, bereichernden und das Umfeld spürbar berührenden Liebe... und er-innere mich an Respekt, Zärtlichkeit, Freiräume, Verbundenheit, an ein selbst in Krisen nie zur Frage stehendes Mit-Einander. Sie hatten sich für einander entschieden und so flocht das Leben aus zwei Strängen - einen, der so stark war, dass er allen Tiefen trotzte und alle Höhen erklomm. Diese Liebe - zu finden, an - zu - erkennen und sie zu hüten, das wünsche ich (uns) allen!!!


Das Herz der Schriften ist nicht das fleischliche Herz.
Es ist eine geheimnisvolle göttliche Substanz, die empfindet und fühlt,
und die erfüllt ist mit erhabenen Gefühlen und höheren Emotionen,
und die der Sitz Gottes ist.


Liebe
ist das bewegende Prinzip
aller Formen der Gemeinsamkeit.
Liebe befreit,
Liebe verwandelt,
Liebe läutert,
Liebe fördert das Verstehen.


Liebe
verleiht dem Gebenden Schönheit
und erhöht den Empfangenden.


Liebe regiert ohne Schwert
und bindet ohne Strick.


Swami Sivananda


Liebe-voll grüßt: die Falkin

Donnerstag, 23. April 2009

my way


...Level 42: sitzt, wackelt nicht und hat Luft...


... mit fünf hießen meine Vorbilder Pipilotta Langstrumpf, Catweazle und David Carradine im "Spirit of Shaolin". Erinnere mich an einen Auslösmoment.... Kung Fu... David Carradine hockt bei tödlicher Hitze eingeschlossen in einer Blechhüte, meditiert und erhebt sich hiermit über den Moment... das war.s... Bingo. Ich brabbelte mit Tieren und Bäumen, übte mich in dem, was ich für Meditation hielt, hüpfte über Flüsslein in der Hoffnung damit Catweazle-like in der normannischen Vorzeit zu landen und erprobte mich ehrgeizig in meiner kindlichen Interpretation von Shaolin (indem ich wild Stöcke durch die Gegend schmiss, mich in diversen Strecksprüngen versuchte und "ha hu" rief) ....

Gut, ich bin meinen Weg nie linear gegangen. Was ist eine Entscheidung auch wert, wenn sie keine Alternativen kennt. Also krauchte ich durch den Wald meines Lebens und auch durch unzählige Dornenhecken, die eben meinen Weg bildeten. Mit vierzehn las ich Sartre und entschloß mich für eine Runde kritischen Atheismus´. Rückblickend eine Abnabelung von der katholischen Vergangenheit, um dann mit 21 auch schon bei einem schamanischen Freund und Lehrer zu landen. Nur ein Jahr später brachte mich ein damaliger Karatemeister dem Buddhismus nahe. Sowohl die schamanischen, als auch die buddhistischen Praktiken/ Philosophien ergänzten sich harmonisch/ halfen mir in vielen Punkten, jene unnötigen Zusatzmodule abzustreifen, die man sich im Laufe des Lebens so anpappt und die die Festplatte nicht nur überhäufen, sondern auch noch das System fast bis zum Absturz brachten.

Erst viele Jahre später erhielten meine Götter dazu Gesichter und Namen. Nein, ich war nicht auf der Suche nach ihnen. Sie waren da. Plötzlich. Vielleicht, weil ich mittlerweile tief genug in mein Herz schauen konnte, sie zu erblicken. Wie dem auch sei. Heute... noch einmal etliche Jahre später schaue ich auf einen bunt-gewunden-en, wunder-voll bereichernden Weg zurück, ... ich weiß nicht, was morgen sein wird, aber ich habe das Vertrauen, das es genauso bunt, bereichernd und spannend weitergeht. Ja, es gibt die Phasen der Orientierungslosigkeit, jene grauzonigen Nebel des Seelenavalons... aber sie gehören dazu und bedeuteten bislang immer einen Übergang. Zugegebnermaßen besitzt mein Selbst nicht die von mir verehrte Schönheit einer Renaissance-Kathedrale, aber eine feine Villa Kunterbunt ist.s.... zuweilen etwas windschief, hier und da bröckelt der Putz, .. aber... das bin halt ich.

...witzig zu erkennen, dass ich immer noch den Leitmotiven einer Fünfjährigen folge... Gut, ich hab.s aufgegeben über Flüßchen zu hüpfen und zu hoffen in anderen Zeiten zu lande, aber vielleicht auch deswegen, weil die jetztige Zeit so erfüllt ist mit jenen Optionenfrüchten am Lebensbaume, die es lohnt zu pflücken und zu kosten.

Erste Erkenntnis des Tages: Auch Glattrasierte können einen Blaubart tragen
Zweite Erkenntnis des Tages: Es gibt nur eine Person, von der Du 100%tig sicher sein kannst, sie wird mit Dir alt - und das bist Du selber. Also verscherz es Dir nicht mit Dir.
Dritte und wichtigste Erkenntnis des Tages: ich mach mir die Welt widde widde wie sie mir gefällt
oder um es mit Frank Sinatra zu sagen:
"I did it my way“

Mittwoch, 22. April 2009

von Strohwitwen & Michelangelo

..na fast. Das Puck ist ausgeflogen...nun hab ich unser kleines Häuschen mit den vierbeinigen, haarigen Mädels ganz für mich allein. Da wir eh getrennte Wohn- und Lebensbereiche haben, macht es kaum Unterschied. Im Äußeren. Im Inneren sehr wohl. Aus unterschiedlichen Gründen ist mein kompletter Freundeskreis im Moment nicht greifbar. Absurderweise funktioniert zudem der Festnetz-Telefonanschluß nicht, der Handyakku ist leer und das Aufladegerät im Büro.... isoliert.

Aber auch nicht wirklich, denn im Moment taugt das Eremiten-Dasein und so filtere ich aus allen Bereichen meines Lebens die Essenzen... Genauer sitze ich hier auf meinem kleinen Kosmos und schüttele meine Lebensbilanz durch ein Sieb. Die Guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen. Natashenputtel in Action. Für mich sind zwischenmenschliche Beziehungen sehr wichtig. Vielleicht zu wichtig. Ein wenig ist das so, als fuße der Tempel meines Selbst auf eben jenen Säulen dieser ins Herz geschlossenen Menschen. Und wenn sich dann der eine, die andere verabschiedet... weil die Lebenszeit abgelaufen, die Psychofalle zugeschnappt, das Leben einfach gerade zu volle ist... kommt das Dach ganz schön ins Rutschen und der Tempel zum Einsturz.... So eine ruinöse Kultstätte hat natürlich was... aber sie taugt nicht zwingend als Dauerbehausung. Also winde ich mir den Turban um den Kopf, steige in den Blümchenkittel, greife zu Hammer und Meißel und spiele Trümmerfrau in den Überresten meines Selbst. Ist doch erstaunlich, was so eine Woche Urlaub alles an nebenberuflichen Ressourcen freilegt.... Freundschafts-Strohwitwe, Ashenputtel, Trümmerfrau und Dombaumeisterin in spe. Resümiere: Die Wahrheit lauert in der Stille - laut.

Die Statue des Michelangelo

Eines Tages wurde Michelangelo beauftragt, eine Statue von außergewöhnlicher Schönheit zu erstellen. Er suchte daraufhin nach einem geeigneten Marmorblock. Nach langer Zeit fand er endlich in einer Seitenstraße einen fast vollkommen von Unkraut überwucherten Block, der dort vergessen worden war. Diesen Marmorblock ließ Michelangelo in sein Atelier bringen. Dann begann er damit, die Statue des David aus dem Stein zu hauen. Zwei Jahre brauchte dies. Und zwei weitere Jahre dauerte es, bis er die Statue durch Schleifen und Polieren fertig stellte.

Als die Statue feierlich enthüllt wurde, waren viele Menschen gekommen, um die unvergleichliche Schönheit des David zu bewundern. Man fragte Michelangelo, wie es ihm denn möglich gewesen war, eine so wunderschöne Statue zu erschaffen.

Der Bildhauer sprach:
"Der David war immer schon da gewesen. Ich musste lediglich den überflüssigen Marmor um ihn herum entfernen."


...tscha, was dem David sein Michelangelo, ist mir mein Leben. Mal schauen, wen es zum Vorschein bringt...


... wessen Kuss bringt Dein steinernes Herz zum Schlagen?
... wessen Odem haucht Deiner Seele Leben ein?
... stoisch und stolz straft Deine Schönheit aller Zeiten Spuren Trug...
.... sozusagen ein Dorian Gray der Antike.... hm..


Zweite Erkenntnis des Tages: Wenn ein weinendes Herz lacht, hört es sich an, als habe die Seele Schluckauf. ...

Samstag, 18. April 2009

Die Reise des Narren

....Belleeer hat mich darauf gebracht... mich an die ta-Rotierende Reise des Narren zu erinnern... und darüber jenes "an-einem-Neuanfang-Stehen" als Chance zu be-greifen und zur unerträglichen Leichtigkeit des Sein.s zurück-zu-finden.

...der Narr - dessen Symbol die welten-ei-ige Null - der - wie jene (alle den Titel "Christus" = der Gesalbte tragenden) Erlösergötter Jesus, Osiris, Tammuz etc. - lehrt, dass es das Sterben braucht, um Wieder-auf-zu-erstehen... der weise, von der Alltäglichkeit ver-rückte und seiner Intuition folgende Narr - als Symbol des Todes und der Neugeburt - der über die Zweige des kabbalistischen Lebensbaumes tanzt, an ihnen wie einst Odin baumelt, um die so entdeckten Ressourcen des Selbst bereichert - hernach aufzuerstehen... Rota Taro Orat Ator.... ewig windet die Schicksalschlange ihr spiraliges Rad.... (*an dem ich gerade drehe*grins*)

"The Wheel of Fortune" aus dem Codex Buranus
...jaja.... so sind wir geschlagen an das Koordinatenkreuz von Zeit und Raum... und es liegt in unserer Hand, ob wir uns in die malkuthigen Tiefen, oder himmlischen Höhen ent-scheiden...
Die Reise durch die inneren Welten, jene vielfachen Tode des Selbst, die es braucht, um sich von all den unnötigen Zusatzmodulen zu befreien und zu be-greifen, wer man ist.... ja, da muss man schon eine gehörige Portion närrisch sein, bzw. wird es... mit der Zeit. Jetzt hab ich mein Lachen und die Leichtigkeit wieder gefunden. Danke dafür!

Rubrik: Gedankensplitter notiert, Unterabteilung: und täglich grüßt das Murmeltier - nein, das muss keine-r verstehen...

Montag, 13. April 2009

Bringen Scherben Glück?

Selbst wenn sie glühenden Kohlen gleich die Oberfläche eines schier unbeschreitbaren Weges bilden? Und es hört nicht auf... diese Bockigkeit und Trotzigkeit meiner Seele, die das strahlende Frühlingswetter in eine alles verdunkelnde Sonnenfinsternis wandelt. Jetzt trödel ich hier am Rechner rum... nur um mich zu drücken... davor, meine Sachen zu packen....

Heute geht.s zurück ins Wohnheim. Habe im Moment keine andere Möglichkeit auf Arbeit zu kommen, als dort zu wohnen. 24h. Rund um die Uhr. Und mir graut es, graut es, graut es davor. Selber schuld. 24 h mit den Bewohnern, den Kollegen - oh welch hübsches Sinnbild einer Lebenssituation, in der ich mich wie in einem Spinnennetz gefangen und von einer fetten Spider ausgelutscht, wiederfinde. Brauch ich es immer derart extrem? Offensichtlich. So, genug rumgejammert... ist ja nicht mehr auszuhalten dieses selbstmitleidige Gewinsel....

Bedenke, daß die beste Beziehung die ist,
in der jeder Partner den anderen
mehr liebt als braucht...
Dalai Lama XIV.

Kein Mensch faßt willentlich den Entschluß, sich zu ärgern; niemand denkt: "Jetzt will ich wütend werden." Ebensowenig plant die Wut ihr Entstehen...
Dalai Lama XIV.

Wenn es einen guten, starken Beweis dafür gibt, daß dies und das der Fall ist, dann werden wir uns ändern...
Dalai Lama XIV.

Wohlan....

Öffne der Veränderung deine Arme, aber verliere dabei deine Werte nicht aus den Augen...
Dalai Lama XIV.


Herzenskraft
Ein Mann war im Gefängnis. Eines Tages wollte er irgendeinem völlig unsinnigen und menschenunwürdigen Befehl eines Wärters nicht Folge leisten, woraufhin sie ihn für zwei Wochen ins "Loch" steckten – ein winziger, stockdunkler Kerker. Er litt Ängste und Qualen, machte Berg- und Talfahrten von Wut und tiefer Trauer durch, doch irgendwann war es vorbei und er durfte wieder in seine Zelle zurück. Nach einem weiteren Vorfall steckten sie ihn wieder für zwei Wochen ins Loch, doch diesmal war er vorbereitet: Während sie ihn hinbrachten, entschied er sich mit seiner gesamten Herzenskraft dafür, die nächsten zwei Wochen völlig ungestört im Loch zu verbringen. Die Ängste und Qualen reduzierten sich auf ein Minimum.

Als die Gefängnisleitung sah, dass er sich durch das Loch nicht mehr einschüchtern ließ, nahm man ihm vorübergehend seine Blöcke und Stifte weg, doch er war inzwischen auch auf so etwas vorbereitet und hatte sich währenddessen überlegt, dass es zur Abwechslung mal ganz gut für ihn sein würde, in der nächsten Zeit nicht mehr zu schreiben. Als sie ihm auch noch die Bücher wegnahmen, entschied er sich, vorübergehend seine Augen zu schonen und sich im Geiste alle möglichen Geschichten einfallen zu lassen oder auch mal gar nichts zu tun und einfach nur vor sich hin zu meditieren.

Als die Gefängnisleitung merkte, dass, egal was man auch tat, es keine Strafe zu geben schien, die ihm etwas ausmachte, gab sie auf und ließ ihm seine Blöcke und Stifte und seine Bücher zurückbringen. Und von da an hörten die Schikanen durch die Gefängnisleitung und Wärter schlagartig auf und der Mann hatte endlich seine Ruhe. - von Berkant Haydin

Ich glaube, das Lächeln über die mutmaßliche Schwere des Momentes, wandelt das Feuer des Zorns in ein wärmendes der Hoffnung. Ich wünsche mir, dass es so ist.. Frei nach dem Motto.... "und wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Glühwürmchen daher.... Weiter geht.s. Auf zu neuen Horizonten.

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Falkin - 13. Okt, 19:58
<wunderschöne,...
<wunderschöne, sinnige Geschichte! Danke dir! Busserle
Evale - 13. Okt, 20:06
schööööön!!!...
schööööön!!! *gänsegehäutet*...
Snowie - 12. Okt, 23:37
Franz Kafka: Kleine Fabel
"Ach", sagte die Maus, "die Welt wird enger mit jedem...
Falkin - 2. Okt, 06:23

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Versuch der Annäherung und Auflösung arachnophobischer Allüren:
Falkin.s Spinnrad


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