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Freitag, 2. Oktober 2009

Franz Kafka: Kleine Fabel

"Ach", sagte die Maus, "die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, daß ich Angst hatte, ich lief weiter und war glücklich, daß ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, daß ich schon im letzten Zimmer bin, und dort im Winkel steht die Falle, in die ich laufe." – "Du mußt nur die Laufrichtung ändern", sagte die Katze und fraß sie. Kafka Erzählungen



Donnerstag, 1. Oktober 2009

Das Leben...

".... besteht nicht aus einer Folge transzendenzloser Gegenwartszustände, deren Gefühlswerte von einem neutralen Beobachtungsstandpunkt aus sich fixieren und als solche summieren ließen. Es handelt sich vielmehr um einen kontinuierlichen Prozeß der Integration von Vergangenheit und Zukunft in einer sich immer erneuernden Gegenwart, und es ist diese Gegenwart, die über die Bedeutsamkeit von Vergangenheit und Zukunft entscheidet." Robert Spaemann -Glück und Wohlwollen



Dienstag, 29. September 2009

Es gibt andere,

... die die Ansicht vertreten, innerhalb unserer Gesellschaft seien Liebe und weltliches Leben grundsätzlich unvereinbar, so daß von der Liebe zu reden, heute nur ein Mitmachen am allgemeinen Betrug darstelle; sie glauben, daß nur ein Märtyrer oder ein Verrückter in der Welt von heute lieben könne und das daher die Diskussion der Liebe nichts als leeres Predigen sei. Dieser zwar sehr respektable Standpunkt ist aber häufig nur eine Rationalisierung des eigen Zynismus und der eigenen Unfähigkeit zur Liebe. Erich Fromm

Sonntag, 27. September 2009

Das Wahre...

... ist eine Fackel,
aber eine ungeheure;
deswegen suchen wir alle nur blinzelnd so daran vorbei zu kommen,
in Furcht sogar, uns zu verbrennen.

Goethe: Maximen und Reflexionen

Samstag, 26. September 2009

Man stelle sich vor,

Man stelle sich vor, welch wunderbare Fortschritte auf einen Schlag erzielt würden, wenn absolute Wahrhaftigkeit unter den Menschen herrschte! Ach, wie rasch würde sich die Gesellschaft der Irrtümer und Häßlichkeiten entledigen, die sie bisher hingenommen hat! Mit welcher Schnelligkeit würde unsere Erde ein Paradies werden! Auguste Rodin



Skulptur: Auguste Rodin


Mittwoch, 23. September 2009

Das Gleichnis vom verlorenen Sohn

Und er sprach: Ein Mensch hatte zwei Söhne. 12Und der jüngste unter ihnen sprach zu dem Vater: Gib mir, Vater, das Teil der Güter, das mir gehört. Und er teilte ihnen das Gut. 13Und nicht lange darnach sammelte der jüngste Sohn alles zusammen und zog ferne über Land; und daselbst brachte er sein Gut um mit Prassen. {Sprüche.29,3} 29,3

20Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Da er aber noch ferne von dannen war, sah ihn sein Vater, und es jammerte ihn, lief und fiel ihm um seinen Hals und küßte ihn. 21Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, daß ich dein Sohn heiße. 22Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringet das beste Kleid hervor und tut es ihm an, und gebet ihm einen Fingerreif an seine Hand und Schuhe an seine Füße, 23und bringet ein gemästet Kalb her und schlachtet's; lasset uns essen und fröhlich sein! 24denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an fröhlich zu sein. {Epheser.2,5} 2,5

25Aber der älteste Sohn war auf dem Felde. Und als er nahe zum Hause kam, hörte er das Gesänge und den Reigen; 26und er rief zu sich der Knechte einen und fragte, was das wäre. 27Der aber sagte ihm: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat ein gemästet Kalb geschlachtet, daß er ihn gesund wieder hat. 28Da ward er zornig und wollte nicht hineingehen. Da ging sein Vater heraus und bat ihn. {Matthäus.20,15} 20,15

29Er aber antwortete und sprach zum Vater: Siehe, so viel Jahre diene ich dir und habe dein Gebot noch nie übertreten; und du hast mir nie einen Bock gegeben, daß ich mit meinen Freunden fröhlich wäre. 30Nun aber dieser dein Sohn gekommen ist, der sein Gut mit Huren verschlungen hat, hast du ihm ein gemästet Kalb geschlachtet. 31Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, das ist dein. 32Du solltest aber fröhlich und gutes Muts sein; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist wieder gefunden.


The Holy Bible: Lukas 15, 11-32

Freitag, 7. August 2009

Virpi Pahkinens Meretseger

...so... Glückstraining ist angesagt. Geist und Seele mit Schönem füttern, den Blick auf die Sonne richten.

Die Künstlerin Virpi Pahkinen ist eine finnische Tänzerin und Choregraphin. Ganz unglaubliche zudem wunderschöne Person, die mit einzigartiger Körperberrschung einen überaus poetischen, magischen, animalischen wie skurilen Tanzstil entwickelt hat und präsentiert. HIER tanzt sie Meretseger. Die Ortsgöttin der thebanischen Totenstadt, "Sie-die-die-Stille-liebt" und sich in eine Kobra zu wandeln vermag. Virpi Pahkinens Meretseger: göttlich beauti-ful!!!


HP: http://www.pahkinen.com/

In dem schönen Sinne einen beauti-fullen Freyjatag
wünscht beschwingt: die Falkin

Donnerstag, 6. August 2009

Dich aufdenkend wird mein Wesen erglühter


Dich aufdenkend wird mein Wesen erglühter,
meine Adern röten die Nacht.
An meinem Herzen der gerüstete Hüter
klirrt vor Verdacht. - Wacht
dein Gefühl durch die mündigen Sterne herüber?
Gehst du aus unaufhaltsamem Raum...

Rainer Maria Rilke


- William Adolphe Bouguereau -

Montag, 27. Juli 2009

... um gegen Stürme geeint zu sein



- William Adolphe Bouguereau -


“Es ist nicht allein wertvoll,
dass zwei Menschen einander kennen,
es ist von großer Wichtigkeit,
dass sie einander zur rechten Zeit finden
und miteinander tiefe und stille Feste feiern,
in denen sie zusammenwachsen in ihren Wünschen,
um gegen Stürme geeint zu sein.”

- Rainer Maria Rilke -

Sonntag, 19. Juli 2009

Weltgeheimnis


Weder Anfang hat die Welt noch Ende,
Nicht im Raum noch in der Zeit;
Überall ist Mittelpunkt und Wende,
Und im Nu die Ewigkeit.

Wie du lebst von einem Nu zum andern,
Ewig eines lebest du;
Lass die Welt vorüber ruhlos wandern,
Und sieh aus der Ruh ihr zu.

Nicht mit unzulänglichen Gedanken
Machst du das Geheimnis klar,
Doch in schwanken Schranken, Wortes Ranken,
Stellt es dir sich bildlich dar.

Friedrich Rückert (1788-1866)

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Falkin - 13. Okt, 19:58
<wunderschöne,...
<wunderschöne, sinnige Geschichte! Danke dir! Busserle
Evale - 13. Okt, 20:06
schööööön!!!...
schööööön!!! *gänsegehäutet*...
Snowie - 12. Okt, 23:37
Franz Kafka: Kleine Fabel
"Ach", sagte die Maus, "die Welt wird enger mit jedem...
Falkin - 2. Okt, 06:23

Spinnsekten-Projekt

Versuch der Annäherung und Auflösung arachnophobischer Allüren:
Falkin.s Spinnrad


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more tuzki!! KLICK update: 16.05.09

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Freyjas-Feuer

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